Gruppenregeln

Diese Gruppenregeln sind für den positiven Gruppenverlauf wichtig:

  • Zugang zur Selbsthilfegruppe ist die eigene Betroffenheit. Dieses Betroffensein ist keineswegs für alle dasselbe, sondern für jeden unterschiedlich
  • Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer ist ExpertIn in eigener Sache, niemand ist ExpertIn für die anderen TeilnehmerInnen.
  • Selbsthilfegruppen-TeilnehmerInnen werden mit ihrer individuellen Krankheitserfahrung in der Gruppe akzeptiert und sind für sich selbst verantwortlich.
  • Alle TeilnehmerInnen sind gleichberechtigt. Trotzdem gibt es abgesprochene Verantwortlichkeiten für die Organisation und Koordination der Gruppentreffen und anderer Aktivitäten.
  • Die Gruppe trifft sich regelmäßig für 1 1/2 bis 2 Stunden.
  • Die TeilnehmerInnen kommen pünktlich und regelmäßig zu den Gruppentreffen.
    Wer verhindert ist, meldet sich bei einem anderen Gruppenmitglied ab.
  • Was in der Gruppe besprochen wurde, wird niemals nach außen getragen.
  • Selbsthilfegruppen- TeilnehmerInnen sprechen von sich selbst und nicht über andere. Sie benützen daher die "Ich"-Form und vermeiden die "man"-Form.
  • Aktives Zuhören ist die Grundlage, um andere richtig verstehen zu können.
  • Keine Ratschläge geben! Die TeilnehmerInnen sprechen nur von den eigenen Erfahrungen. Das Selbsthilfetreffen dient dazu, einander zu helfen, eigene Entscheidungen zu finden.
  • Angehörige sollen beim Gruppentreffen der Betroffenen nicht dabei sein. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, eine Gruppe nur für Angehörige zu gründen.
  • Anfangs- und Schlussrunde: In der Anfangsrunde haben TeilnehmerInnen die Möglichkeit, kurz zu sagen, wie es ihnen seit dem letzten Treffen ergangen ist. In der Schlussrunde sagen die TeilnehmerInnen kurz, wie sie sich jetzt fühlen. Bei der Anfangs- und Schlussrunde ist darauf zu achten, dass daraus keine Diskussionsrunden werden.

(modifiziert nach SIGIS - Service und Information für Gesundheitsinitiativen und Selbsthilfeorganisationen; www.fgoe.org/aktivitaeten/selbsthilfe)

Erstellt am: 01.12.2010/08:00; Letzte Änderung am: 09.02.2017/09:27; Autor: SELBSTHILFE TIROL